Laramie, New Mexico. Nora lebt mit ihren Töchtern Trudi und Shade auf einem Wohnwagenplatz und arbeitet als Kellnerin in einer Raststätte in der Wüste. Sie hat die beiden Mädchen allein aufziehen müssen, seitdem ihr Mann sie verließ. Mit Trudi tut sie sich schwer, sie schwänzt die Schule und steigt jungen Männern nach. In dem englischen Geologen Dank glaubt sie, endlich einen festen Freund gefunden zu haben, doch er verschwindet, als sie von ihm schwanger wird. Die jüngere Shade liebt schwülstige Filme und ist zwischen kindlichem Spiel und erster Verliebtheit vor allem damit beschäftigt, für ihre Mutter einen neuen Mann und den eigenen Vater zu finden. Eines Tages steht sie ihm tatsächlich gegenüber: er ist zwar nett zu ihr, aber zugleich überwiegt deutlich die Enttäuschung ...

"Gas Food Lodging - Verlorene Herzen" ist ein warmherziger Film, Teenager-Komödie, Liebesromanze und melodramatische Familiengeschichte in einem. Nicht zuletzt handelt er von menschlicher Einsamkeit. "Frauen sind einsam in den 90ern, das ist unser neues Lebensgefühl - wir werden's überleben", sagt Nora. Diese Einsamkeit lauert im Hintergrund aller Beziehungen, sowohl zwischen Mann und Frau als auch zwischen Mutter und Tochter. Nach ihren eigenen Worten will die Regisseurin Allison Anders keine "feministische" Filmemacherin sein, sondern eine menschliche. In das Drehbuch hat die Mutter zweier Töchter über die Romanvorlage hinaus eigene Erfahrungen eingearbeitet.

Foto: Pandora