Ende des 18. Jahrhunderts treibt ein Mann Namens Gaspard de Besse in den Straßen und Wäldern der Provence sein Unwesen. Er ist ein Held für die Bevölkerung und eine Plage für die Polizei. Ganz dem freien Leben voller Abenteuer verfallen und immer unterwegs, lässt der unaufhaltsame Rächer die Herzen der Frauen höher schlagen. Doch während eines Angriffs auf den Geldtransport des Königs wird der "Robin Hood" Frankreichs von einem seiner Männer verraten. Eine Kugel trifft ihn mitten in die Brust. Schwer verletzt in der Kapelle des Klosters versteckt, wird er von der schönen Anne de Morière aufgefunden, der jungen Gattin des Gouvernementspräsidenten und schlimmste Feind Gaspards. Sie flüchtete an diesem Tag in das Kloster, indem sie aufwuchs, um den Gewalttätigkeiten ihres Mannes zu entkommen. Doch während sie die Nonnen zur Hilfe holte, haben seine Männer Gaspard schon fort gebracht. Sehr bewegt von Gaspard de Besse macht die schöne Frau sich auf die Suche nach ihm ...

Ein buntes Mangel-und-Degen-Abenteuer von Benoît Jacquot, der damit eine alte französische Tradition aufgreift, waren es doch die Franzosen, die das Genre in Europa mitbegründeten. Man denke nur an die zahlreichen Verfilmungen der Romane von Alexandre Dumas d. Ä. ("Die drei Musketiere") oder an die diversen "Fanfan"-Filme (den ersten drehte der Franzose Alice Guy bereits 1907). Auch in jüngerer Zeit entstanden immer wieder neue Mantel-und-Degen-Filme wie "Cyrano von Bergerac", "Der Husar auf dem Dach", "Der Graf von Monte Christo" oder "Les Misérables - Gefangene des Schicksals", die eine Renaissance des Genres einläuteten. In "Gaspard der Bandit" schlüpfte der Charaktermime Jean-Hugues Anglade in die Rolle des französischen Robin Hoods. Ihm zur Seite steht die schöne Natacha Régnier, die Zuschauern aus Filmen wie "Ein kriminelles Paar" oder "Alles Bestens (Wir verschwinden)" bekannt sein dürfte.

Foto: arte F/© Sodaperaga