1942 erobern japanische Truppen Singapur und nehmen unter anderem eine kleine Gruppe alliierter Soldaten gefangen. Die Männer, Angehörige eines versprengten schottischen Bataillons, werden in ein thailändisches Dschungelcamp deportiert, wo sie unter mörderischen Bedingungen am Bau einer Eisenbahnlinie durch den Urwald arbeiten. Bald kristallisieren sich unter den Häftlingen zwei Fraktionen heraus: Um Hoffnung und Selbstdisziplin in der Gruppe zu erhalten, gründet Captain Dusty Miller eine "Dschungelakademie". Der unbeugsame Major Campbell kennt dagegen nur einen Gedanken: Flucht. Doch mit seinen Plänen setzt er das Leben aller Mitgefangenen aufs Spiel.

Eine ebenso aufwändig inszenierte wie bewegende Chronik der wahren Ereignisse rund um "Die Brücke am Kwai" von David L. Cunningham, die leider nie den Weg in die Kinos fand. Der aus der Schweiz stammende und auf Hawaii aufgewachsene Produzent, Autor und Regisseur konnte für sein hartes Kriegsdrama auf zwei brillante Schauspieler zurückgreifen: Robert Carlyle glänzt als fluchtwilliger Major, Kiefer Sutherland gibt den harten Knochen Jim Reardon. Ciaran McMenamin allerdings stiehlt beiden die Show: Er verkörpert den Soldaten und Autor Ernest Gordon, dessen Roman Cunningham hier verfilmte.

Foto: Kinowelt