Paulas Leben ist alles andere als aufregend. Sie arbeitet an der Universität, die Abende verbringt sie allein zu Hause oder mit ihrer Freundin Paula in einer herunter gekommenen Tanzbar. Doch eines Tages bricht ein entflohener Häftling in ihr so wohl geordnetes und tristes Leben ein. Schon seit geraumer Zeit hat sie ihm Briefe ins Gefängnis, das gegenüber ihrer Wohnung liegt, geschrieben. Zunächst will sie fliehen, doch dann kommt sie dem Flüchtigen, der sich in ihrer Wohnung einnistet, immer näher ...

Bereits in seinem Drama "Das Verlangen" beschäftigte sich der aus Schottland stammende Regisseur und Tom Toelle-Schüler Iain Dilthey mit einer Frau auf der Suche nach ihrem persönlichen Stückchen Glück. So auch in diesem Kammerspiel artigen Psychodrama, das den Zuschauer allerdings merkwürdig kalt lässt und an keiner Stelle fesselt. Die nur oberflächlich gezeichneten Charaktere sind allesamt unsympathisch, die Handlung plätschert langatmig und belanglos dahin, gesprochen wird kaum. Außerdem kommt die Geschichte einfach zu unglaubwürdig daher.

Foto: ZDF/Paul Kalkbrenner