Josh (Ben Stiller) und Cornelia (Naomi Watts) führen eine glückliche Beziehung. Die beiden Mittvierziger wohnen in Brooklyn und sind mit ihrem Leben eigentlich ganz zufrieden. Das ändert sich, als Josh eines Tages Bekanntschaft mit dem jungen Jamie (Adam Driver) und dessen Freundin Darby (Amanda Seyfried) macht.

Die beiden lassen in dem Dokumentarfilmer den Wunsch aufkommen, ebenfalls wieder jung zu sein. So legt er sein Leben immer mehr auf Spaß und hippe Aktivitäten aus. Doch Josh und Cornelia können diesen Lebensstil nicht ewig aufrechterhalten. Wie stellen sie sich ihre Zukunft vor? Was ist mit gemeinsamen Kindern? Nach einiger Zeit wird aus dem Jugendwahn eine handfeste Midlife-Crisis.

Sehr gute Ansätze

Wie auch schon in seiner Tragikomödie "Greenberg", setzt Regisseur Noah Baumbach erneut auf Ben Stiller als Hauptdarsteller. Glaubhaft vermittelt der Mime, der selbst als mittelalter Schauspieler in seinen Filmen zwischen kindischem Geblödel und Liebesgeschichten pendelt, die vertrackte Situation in der sich der Charakter in der Tragikomödie befindet.

Dabei gefällt vor allem der Generationenkonflikt, bei dem die "alten" moderner sind als die jungen, die in ihrem Hipsterkosmos wieder zurück zu Vinyl und Schreibmaschine finden. Ironisch aber trotzdem zutreffend wird deren Kultur auf die Schippe genommen.

Nach einer Weile treibt Baumbach seinen Kulturclash allerdings so sehr auf die Spitze, dass die Figuren zusehends unglaubwürdiger und überspitzt wirken. Leider wird der ansonsten gelungene Film dadurch zur Farce und reißt seine tollen Ansätze im Handumdrehen wieder ein.

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