Weil sie sich weigert, den ihr vom Vater zugedachten Erbschleicher Vinzenz zu heiraten, den sie nicht ausstehen kann, flüchtet die junge Geierwally in eine einsame Berghütte. Zu allem Überfluss wird sie noch vom ganzen Dorf verspottet. Voller Sehnsucht verzehrt sie sich nach dem feschen Bärenjoseph, der immer mit einem selbst geschossenen Bärenfell herumläuft und nichts ahnt, von der brennenden Liebe der Wally. Als die eines Tages den ungeliebten Verehrer zurückweist, kommt es zum Eklat. Und dann zeigt sich zu allem Überfluss auch noch, dass der Bärenjoseph offensichtlich nicht ganz so frei ist, wie er vorgibt, und mit einer anderen Dame posiert. Geierwally fasst einen einen folgenschweren Entschluss: Sie will den Joseph lieber tot als gar nicht bekommen...

Die vierte Verfilmung des Romans von Wilhelmine von Hillern ist eine überdrehte, grelle Parodie auf die Heimatfilme der Fünfzigerjahre. Regisseur Walter Bockmayer rechnet hemmungs- und gnadenlos mit der Deutschen heiligstem Filmgenre ab: Peinlich, geschmacklos, ausgelassen - ein Muss für alle Trash-Fans. Allein um die überwiegend aus dem Rheinland stammenden Darsteller mit gequält bayerischem Dialekt sprechen zu hören, ist dieses bizarre Filmerlebnis wert, gesehen zu werden. Und wer genau aufpasst, kann sogar die damals noch weitgehend unbekannte Veronica Ferres mitten im Bauernvolk erspähen.

Foto: ZDF/Entenproduktion/Project Filmprod.