Jacques und Odile führen eine Ehe, die kurz vor dem Aus steht. Sie wohnen in einem großen Haus und bekommen von niemandem Besuch, da sie keine Freunde haben. Das Ehepaar hätte zwar gern Menschen um sich, die sich für sie interessieren. Aber der Aufwand, dann auch für ihre Freunde da sein zu müssen, ist ihnen zu groß. Zu ihrem Glück gibt es im Supermarkt ein Sonderangebot und sie greifen zu: ein Pärchen als Freunde. Ihre neuen Freunde, die arbeitslos sind, wollen ein Leben auf der Straße vermeiden. Zudem sind sie innerhalb der Garantiefrist umtauschbar. Außerdem sind sie nicht so kostspielig wie ein Hund: Das gekaufte Paar ernährt sich von den Essensresten des Ehepaars und lebt im Wandschrank, so dass man sie praktischerweise immer dann herausholen kann, wenn man Lust auf einen gemeinsamen Abend hat ...

Regisseur Gaëtan Bevernaege inszenierte diesen derben Mix aus Drama und Gesellschaftssatire nach dem Drehbuch des französischen Autors und Schauspielers Gabor Rassov, der sein eigenes Theaterstück adaptierte. Als gelangweiltes wie dumm-dumpfes Ehepaar überzeugen Romane Bohringer "Renoir", "Mina Tannenbaum") und Didier Bénureau ("Die zweigeteilte Frau", "Gregoire Moulin gegen den Rest der Welt"), Matthieu Rozé ("Frank Riva - Der Mann aus dem Nichts") und Aliénor Marcade-Sechan geben die "gekauften Freunde", die schließlich auf einen ungewöhnlichen Gedanken kommen.

Foto: arte F/© Rémy Grandroques