Aus dem kleinen italienischen Städtchen Brescollo, aus dem die beiden freundschaftlich miteinander verfeindeten Don Camillo und Peppone kommen, geht es diesmal weit hinaus. Peppone reist mit einer Delegation des kommunistischen Stadtrates nach Moskau. Der mitgereiste Genosse Camillo Tarocci entpuppt sich als der altbekannte streitsüchtige Pfarrer. Mit seinem im Füllfederhalter versteckten Kruzifix, einem Koffer voller Heiligenbildchen und der Kraft seiner schlagkräftigen Argumente will er im Mutterland des Kommunismus eine Mission gegen die Ungläubigkeit starten. Er schafft es sogar, seine kommunistischen Reisegefährten zur christlichen Nächstenliebe und zum Wiedereintritt in die Kirche zu bewegen ...

Seit Anfang der Fünzigerjahre entstanden fünf qualitativ sehr unterschiedliche Filme nach den skurrilen Figuren und Geschichten des Giovanni Guareschi. Während die beiden ersten Werke "Don Camillo und Peppone" und "Don Camillos Rückkehr" von Julien Duvivier vor Witz, Ironie und Phantasie nur so sprühten, waren Carmine Gallones Arbeiten "Die große Schlacht des Don Camillo" und "Hochwürden Don Camillo" nur noch humorig-derb und ohne echten Biss. Das trifft auch auf diesen fünften und letzten Teil der Reihe zu, der von Luigi Comencini ("Kindheit, Berufung und erste Erlebnisse des Venezianers Giacomo Casanova") abgedreht wurde und in keiner Weise an die legendären Duvivier-Verfilmungen heranreicht.

Foto: Kinowelt