Auf Grönland dokumentieren seine Fotos die Jagd der Inuit mit ihren Schlittenhunden vor der Kulisse grandioser Eisberge. Sie zeigen isländische Farmer, die in Wildwest-Manier Schafe durch einen Bergfluss treiben, und sogar den Ausbruch des Eyjafjallajökull-Vulkans aus atemberaubender Nähe. Längst ist Ragnar Axelsson alias RAX nicht nur einer der erfolgreichsten Fotografen Islands, sondern hat mit seinen Bildern auch internationale Berühmtheit erlangt. So wurden seine Arbeiten etwa Seite an Seite mit Fotografien von Sebastião Salgado und James Nachtwey im Palais de Tokyo in Paris ausgestellt. Auf seiner Jagd nach dem perfekten Foto schreckt RAX vor keinerlei Abenteuern und Mühen zurück. So verbrachte er mehrere Wochen mit traditionellen Jägern in den Weiten der Arktis, begleitete Fischer auf dem tosenden Nordatlantik und flog mit einer einmotorigen Propellermaschine direkt zum Lava speienden Vulkan. Im Zentrum seiner Bilder stehen die Menschen in ihrer traditionellen Lebensweise, im Einklang mit den arktischen Naturgewalten. Doch diese Lebensweise ist bedroht, vor allem durch den Klimawandel. Seit mehr als 30 Jahren dokumentiert Ragnar Axelsson die Veränderungen der Natur im hohen Norden, so dass seine Bilder womöglich dem Betrachter auch einen Einblick in die letzten Tage der Arktis gewähren. Der bildstarke Dokumentarfilm "Gesichter der Arktis" begleitet Ragnar Axelsson auf seinen eindrucksvollen Fotoreportagen in Island und auf Grönland und zeichnet die Entstehung der wichtigsten Fotos nach.