Jara lebt ein einsames Leben. So wundert es nicht, dass der Schüchterne als Wachmann in einem Supermarkt arbeitet. Hier hat er zumindest in der Nachtschicht weitestgehend seine Ruhe. Dann weckt allerdings die schöne Putzfrau Julia sein Interesse und er verliebt sich Hals über Kopf ohne die Schöne anzusprechen. Ihre Fehltritte bei der Arbeit weiß er geschickt vor dem Personalchef zu kaschieren. Ohne seine Zuneigung kund zu tun, folgt er Julia auch durch ihren Alltag. Als Julia aber entlassen wird, geht Jara auf die Barrikaden ...

Regisseur Adrián Biniez folgt seinem Protagonisten mit trockenem Humor durch dessen tristen Alltag, entwirft so das Bild eines sympathischen, gefühlvollen Menschen mit den typischen Unzulänglichkeiten. Bei seinem stets lakonischen Unterton spart er nicht mit Filmzitaten. Ein Film, der zwar nicht über ausgesprochen starke Kinobilder verfügt, dafür aber von der ersten bis letzten Minute fasziniert.

Foto: Neue Visionen