Helene (Martina Gedeck) sinniert Tag für Tag und vor allem in durchwachten Nächten über ihr Leben - insbesondere seitdem das Feuer ihrer Ehe erloschen ist. In dieser Krise stößt sie auf das Buch des Autoren Eduard E. Gluck (Ulrich Tukur), der mit seiner Glücksforschung im Fokus der Medien steht.

Helene beginnt, sich mit seinem postulierten Hedoismus auseinanderzusetzen. Die Grundthese dabei lautet, dass einzig das Gefühl der Freude und die damit verbundene Vermeidung von Leid wertvoll sei. Sie ist so fasziniert, dass sie Gluck kontaktiert. Es kommt zum Treffen, auf das weitere folgen. Die beiden entdecken eine innere Verbundenheit, die sich mehr und mehr verstärkt und schließlich zu echten Gefühlen wächst.

Es stellt sich heraus, dass auch Gluck viele Probleme hat. Ironischerweise kann er das, was er seinen Lesern rät, für sich selbst nicht umsetzen. Doch die Beziehung zu Helene hilft ihm, seinem Leben eine neue Wendung zu geben. Und auch bei dieser ändert sich so einiges.

Gefühlvolle Lebensbejahung

Das Drama von Regisseur Sven Taddicken ("Emmas Glück", 2016) basiert auf dem gleichnamigen Roman der britischen Schriftstellerin A. L. Kennedy. Es geht philosophisch den Fragen nach: Was ist Glück? Wie kann man es erreichen? Und vor allem: Was muss man tun, um es festhalten zu können?

Die elegante und fesselnde Inszenierung lässt dem Zuschauer zunächst Freiraum, eine eigene Antwort zu finden. Am Ende gibt sie jedoch selbst eine. Fans von romantischen und zugleich tiefsinnigen Filmen, werden voll auf ihre Kosten kommen.

Sehen Sie hier einen Trailer zu "Gleißendes Glück":