Da kocht der Streß über: Grundstücke sollen sie verscheuern, die Makler eines New Yorker Immobilienbüros. Dann sollen einige ihren Job verlieren. Es entbrennt ein erbarmungsloser Wettstreit jeder gegen jeden. Bald sind auch sprachlich alle Regeln der Zivilisation über Bord geworfen...

"Glengarry Glen Ross" basiert auf einem vielbeachteten Theaterstück von David Mamet, und das ist auch nicht zu übersehen. Aber im Gegensatz zu den meisten anderen Filmen nach Theatervorlagen stört es hier nicht, weil Regisseur James Foley trotz der vielen Dialoge auch optisch Akzente setzt. Die ausgezeichnete Fotografie demonstriert, daß in Hollywood zu Unrecht immer nur solche Kameramänner einen Oscar erhalten, die - wie jeder Amateurfilmer auch - tolle Landschaften ablichten können. Kameramann Juan Ruiz Anchia zeigt dagegen, dass die wahre Kunst darin besteht, einen Innenraum spannend auszuleuchten oder durch Licht und Schatten und Farben die Handlung zu stützen. Das Darsteller-Ensemble ist durchweg ausgezeichnet.