Das schwäbische Hechingen: Das Familienunternehmen "Bogenschütz & Söhne" ist eines der traditionsreichsten am Ort, bereits seit vielen Generationen werden Textilmaschinen gebaut, die in die ganze Welt exportiert werden. Doch die wirtschaftlichen Rahmenbedinungen haben sich geändert, die billigere Konkurrenz aus Asien macht dem Betrieb um Juniorchef Michael Bogenschütz schwer zu schaffen. Schon seit geraumer Zeit bleiben die Aufträge aus, bei jeder produzierten Maschine zahlt die Firma drauf, die Belegschaft ist unruhig, seit Monaten ist man auf Kurzarbeit. Schließlich sieht sich Bogenschütz gezwungen, hinter dem Rücken seines übermächtigen Vaters Gespräche mit chinesischen Investoren zu beginnen, um die sich abzeichnende Insolvenz zu verhindern. Doch so leicht lässt sich der Firmenpatriarch nicht hinters Licht führen ...

Der vielgelobte Regisseur Hannes Stöhr ("Tatort - Odins Rache", "Berlin Calling") kehrte für diese gut gespielte, wenn auch nicht tiefschürfende Tragikomödie in seine schwäbische Heimatstadt Hechingen zurück. Mit guter Besetzung und einigen originellen Ideen taucht er in das von der Globalisierung gezeichnete Schwabenland ein, dass sich hier immer stärker mit der fernöstlichen Konkurrenz auseinandersetzen muss. Zwar sind manche Szenen recht plakativ in Szene gesetzt, doch spaßig sind sie trotzdem und die verschiedenen Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen sind liebevoll gezeichnet. Besonders der als Theaterschauspieler bekannte Walter Schultheiß glänzt in der Rolle des Familienpatriarchen, der mit Herz, Verstand und schwäbischen Akzent um seine Firma kämpft.



Foto: sabotage films/Pola Sieverding