In den kargen, wüstenähnlichen Weiten Patagoniens lebt der 15-jährige Lucas. Mit seiner Punker-Frisur wirkt er beinahe wie ein Fremdkörper in der Kleinstadt, die er zusammen mit seinem besten Freund Nacho unsicher macht. Und wie fast überall auf der Welt haben die beiden pubertierenden Burschen nur eines im Sinn: endlich den ersten Sex zu erleben und ihre Unschuld zu verlieren...

Regisseur Alexis Dos Santos weiß, wovon er in seinem Kinodebüt erzählt, denn er selbst wuchs - obwohl in Buenos Aires geboren - in dem Dorf in Patagonien auf, in dem sein Film spielt. Dos Santos gab seinen Darstellern nur einen Drehbuchrahmen vor, gefragt war vor allem das Improvisationstalent aller Beteiligten. Ähnlich gelagerte Geschichten hat man zwar schon oft im Kino gesehen und an einigen Stellen hätte Dos Santos seinen Stoff durchaus straffen können, doch dies ändert nichts daran, das dem Regisseur ein hervorragend gespieltes und höchst authentisch wirkendes Drama gelungen ist, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Sehenswert sind auch die wunderbaren Bilder der patagonischen Landschaft von Kamerafrau Natasha Braier.

Foto: Salzgeber