Wenn auch François Truffaut zwei Jahre jünger war als Jean-Luc Godard - eines hatten sie gemeinsam: ihre Liebe zum Kino. So lernten sie sich als Filmliebhaber und Kritiker beim renommierten Filmmagazin "Cahiers du Cinema and Arts" kennen und schlossen schnell Freundschaft. Mit dem Film "Sie küssten und sie schlugen ihn" feiert allerdings der jüngere der beiden seinen umjubelten Einstieg als Filmemacher. Dank dieses Erfolgs konnte er auch seinem Freund Godard die Regie seines Drehbuchs mit dem Titel "Außer Atem" anbieten. Der Fortsetzung ein Freundschaft, die nicht nur als Nouvelle Vague Filmgeschichte schrieb ...

Ein Leckerbissen für jeden Cineasten und Filmliebhaber: Mit starkem Archivmaterial wird hier die Lebensgeschichte der beiden einstigen Freunde und ihrer fruchtbaren Zusammenarbeit beleuchtet. Dabei wird auch nicht der Bruch wegen unterschiedlicher, scheinbar unüberbrückbarer Auffassungen von 1968 nicht ausgespart. Denn während Godard immer radikaler wird, scheint Truffaut im konventionellen Filmemachen aufzugehen. Die einstigen Freunde fanden nie wieder zusammen. Truffaut starb 1984 relativ jung; Godard hingegen ist noch aktiv und stellte 2010 in Cannes sein Werk "Socialisme" mit Patti Smith vor.



Foto: Kinowelt