Ende des 19. Jahrhundert macht sich im kanadischen Yukon-Gebiet eine Gruppe deutscher Auswanderer auf die beschwerliche Reise zu den neu endeckten Goldfeldern. Die unerfahrenen Goldgräber lassen sich von dem undurchsichtigen Carl anführen. Die unverheiratete Emily wird unter den Männer immer wieder das Objekt stiller Begierde. Doch die resolute Frau weiß sich durchaus zu wehren. Doch die kostengünstige Route quer durchs unbekannte Land fordert schnell erste Tribute ...

Selten sah man eine Geschichte im Umfeld von Wild-West-Abenteuern, die derart langweilig, schauspielerisch hölzern, erzählerisch holprig und kameratechnisch unbeholfen wirkte. Diese Eloge auf eine Einzelgängerin ist nicht nur äußerst fehlerhaft (etwa die deutsche Flagge als Erkennungsmerkmal in Schwarz-Rot-Gold, die es erst ab der Weimarer Republik gab), sondern mit unglaublich schlechten weil denkbar primitiven Dialogen belastet, dass man - falls noch nicht eingeschlafen - schnellsten das Kino verlassen möchte. Regisseur Thomas Arslan ist hier bestenfalls ein Affront gegen die großen Western-Regisseure wie John Ford, Howard Hawks, Henry Hathaway, Anthony Mann, William A. Wellman, Delmer Daves, Budd Boetticher oder Sam Peckinpah gelungen. Eigentlich eine Unverschämtheit, dass dafür Fördergelder ausgegeben wurden.



Foto: Schramm Film