Ende des 19. Jahrhunderts macht sich eine sizilianische Großfamilie auf den beschwerlichen Weg nach Amerika. Dort, so hofft man, kann man Geld von Bäumen pflücken oder mannshohe Hühner züchten. Doch die Reise per Dampfschiff ist schlimmer als angenommen. Schließlich fordert sturmbedingter hoher Seegang erste Todesopfer unter den Passagieren. Endlich in der Neuen Welt angekommen, warten weitere Unannehmlichkeiten auf die Familienmitglieder, zu der sich inzwischen eine Dame gesellt hat, die sich offenbar für was Besseres hält...

Ab und an hat Regisseur Emmanuele Crialese ("Lampedusa") durchaus skurrile Ideen. Doch die reichen nicht aus, um den seltsamen und sehr langatmigen Inszenierungsstil zu kaschieren. Wenn dann eine Szene endlich mal an Spannung gewinnt, verlässt der Regisseur diese gleich wieder, um erneut eine andere, weniger aufregende Szene ins Bild zu setzen. So ist dies eine Immigrantengeschichte, die zwar ihre Momente hat, über weite Strecken aber schlichtweg nur langweilt.

Foto: Prokino (Fox)