Das "Goldfish Memory" ist eine schicke Lounge am Hafen von Dublin. Hier sitzen sie, die, die sich verlieben wollen, können und sollten. Und hier schwimmen sie, in einem Kugelglas auf den Bartresen, die Goldfische, die ein Erinnerungsvermögen von drei Sekunden haben. Da ist etwa Tom, der Clara liebt, die aber ein Auge auf die hübsche Angie geworfen hat. Oder da ist Red, ein smarter Fahrradkurier, der das Coming out seiner Zufallsbekanntschaft unterstützt. Im "Goldfish Memory" spielt jeder mit jedem, und es gibt nur ein Ziel: Liebe...

Elizabeth Gill überrascht in ihrem zweiten Kinofilm, als "Bäumchen-wechsle-dich"-Beziehungsreigen im mittelständischen Dublin eingefangen, mit schrägen Ideen und schönen Bildern. Die Komödie besitzt Tempo und Witz und ist über weite Strecken sehr unterhaltend. Mit der gewöhnungsbedürftigen Videokamera gedreht, besetzte Gill die Rollen ihrer Protagonisten mit hierzulande noch weitgehend unbekannten Darstellern, die jedoch durchweg überzeugen. Gill, die 1996 ihr Regiedebüt mit "Gold in the Streets" gab, arbeitete auch als Regie-Assistentin für Regisseure wie Thaddeus O'Sullivan ("Ein ganz gewöhnlicher Dieb - Ordinary Decent Criminal", 1999) oder Barry Levinson ("Mit oder ohne - Was Männer haben sollten!", 2000). "Goldfish Memory" wurde auf zahlreichen Filmfesten gezeigt und erhielt unter anderem den Spezialpreis der Jury für den besten Spielfilm beim Monte Carlo Film Festival 2003 und den Publikumspreis als bester Spielfilm beim Valladolid Film Festival 2003 in Spanien.

Foto: Pro-Fun