Mitten in der Hochzeit des Kalten Krieges besuchte der Amerikaner Rick Minnich die High School in Californien. Es war die Reagan-Ära. In der nahe gelegenen Mojave Wüste fand eine irrsinnige Aufrüstung statt - Zeit, um die Sowjets von der Erde zu fegen. Kein Student konnte sich einer politischen Stellungnahme entziehen. Während einige die guten Amerikaner mimten, grübelten andere über das Feindbild nach. Das führte zu hitzigen Debatten. 1996, nach zehn Jahren, trifft sich die ehemalige Klasse wieder - eine günstige Gelegenheit, um alte Rechnungen zu begleichen und alte Freunde wieder zu treffen. Sechs Jahre, nachdem Rick Minnich die USA verlassen hat, kehrt er zurück in die Vorortlandschaft - zu dem peinlich gepflegten Rasen, den Vorzeigebürgern, aber auch zur Gospelmusik und den Harleys. Er trifft Kommilitonen wieder, die ihre vorgeschriebene Rolle ausfüllen und solche, die nicht aufhören, nach einer Alternative zu suchen.

Rick Minnich lebt heute in Berlin und hat Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Babelsberg studiert. Beim Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm 1997 erhielt der Film eine Lobende Erwähnung der Internationalen Jury.