Die ebenso authentische wie tragische Geschichte der Gorilla-Forscherin Dian Fossey (Sigourney Weaver, Foto) im östlichen Kongo. Sie will die aussterbenden Menschenaffen retten, trifft aber auf eine Umgebung voller Verschlagenheit, an der sie zusehends verzweifelt ...

Es sollte die schwierigste Rolle ihrer Filmkarriere werden. Doch Sigourney Weaver, bis dahin in "Ghostbusters" und "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" zu sehen, meisterte die Aufgabe, die amerikanische Gorillaforscherin Dian Fossey zu verkörpern, bravourös und lieferte Regisseur Michael Apted eine perfekte Vorstellung. Eine besondere Herausforderung stellte die Rolle deshalb dar, weil die amerikanische Anthropologin eine so außergewöhnlich starke Beziehung zu den Menschenaffen entwickelte, dass sie für viele kaum nachvollziehbar hätte erscheinen können. Sigourney Weaver studierte daher gründlich den Charakter der Forscherin, die den Tieren zuliebe sogar ihre eigene Gefühle für den Fotografen Bob Campbell zurückstellte. Das Engagement und vor allem den erbitterten Kampf gegen Wilderer, die ihre Lieblinge auszurotten drohten, bezahlte Dian Fossey mit ihrem Leben. Zuletzt war sie zunehmend verschroben, eine einsame Kämpferin in den unzugänglichen Bergen Ruandas. Mit Apteds Film entstand das sehr eindrucksvolle Bild eines modernen wissenschaftlichen Abenteuers, das durch die Landschaftsaufnahmen in Zentralafrika und durch die einfühlsamen Szenen mit den Gorillas besticht. Für Sigourney Weaver waren die "Gorillas im Nebel" der internationale Durchbruch.

Foto: Warner