Frechheit siegt: Statt eines braven Volksliedes trägt Edna Buxton bei einem Gesangswettbewerb in den Fünfzigerjahren einen populären Hit vor. Prompt gewinnt das Mädchen einen Schallplattenvertrag in New York. Doch die Musik-Branche erweist sich als Haifischbecken - niemand will sie im Big Apple singen hören. Der einzige, der ihr Unterstützung anbietet, ist der Produzent Joel Millner, der sie allerdings nicht als Sängerin, sondern als Songschreiberin unter Vertrag nimmt. Dann trifft Edna, die jetzt den Künstlernamen Denise Wavery angenommen hat, auf den Songwriter-Kollegen Howard Caszatt und heiratet ihn. Doch nach der Geburt ihrer Tochter scheitert die Ehe. Auch im Job hat sie Pech. Der von ihr komponierte und interpretierte Song "God Give Me Strength" wird ein Flop und ruiniert ihren Produzenten Joel Millner. 1967 lernt Denise den Surf-Musik Superstar Jay Phillips kennen, mit dem sie nach Malibu zieht. Doch der labile Jay wird von paranoiden Wahnvorstellungen verfolgt und begeht Selbstmord. Wieder ist es Joel, der Denise aus ihrer Lethargie befreit und nach New York holt ...

Allison Anders ("Gas Food Lodging - Verlorene Herzen") führte nicht nur Regie, sondern sie schrieb auch das Drehbuch zu dieser brillanten Betrachtung der populären Musikkultur. So ist hier auch die Musik Dreh- und Angelpunkt. Es geht um die rasante Entwicklung in den Sechzigerjahren, das lukrative und nicht selten kurzlebige Geschäft mit Noten und Stimmen und den harten Kampf der Frauen in einem Business, in dem raue Töne an der Tagesordnung liegen. Ausführender Produzent war übrigens Martin Scorsese. Die Songs sind im Stil der Sechziger komponiert und bringen einige überraschende Songwriter-Paarungen hervor, so wurde etwa "God Give Me Strength" von Elvis Costello und Burt Bacharach komponiert.

Foto: ZDF/© 1996 Universal City Studios, Inc. A Gramercy Pictures Release