Nach dem Tod ihres untreuen Gatten fällt Grace aus allen Wolken, als sie erfährt, dass ihr Mann nur einen Riesenberg Schulden hinterlassen hat. Jetzt drohen ihr die Gläubiger, ihr Haus und geliebten Garten zu nehmen. Als schon die komplette Einrichtung des herrschaftlichen Hauses ausgeräumt ist, hilft Grace ihrem Gärtner Matthew seine kümmerlichen Hanfpflänzchen aufzupäppeln. Dabei verfällt sie einer kuriosen Idee: Man könnte doch das Marihuana im großen Rahmen anpflanzen und verkaufen ...

Nicht erst seit Filmen wie "Mona Lisa", "Die Commitments", "Fisch & Chips" oder "Ganz oder gar nicht" weiß man um die Lebendigkeit des sogenannten "New British Cinema". Vor allem in Milieubeschreibungen und Alltagskomödien über den arg gebeutelten "kleinen Mann" sind die Briten einfach unschlagbar. In dieser Tradition bewegt sich auch "Grasgeflüster". Produzent und Autor Mark Crowdy siedelte diese spaßige Provinzposse in seiner Heimat Cornwall an. Auch wenn das Ende dann etwas zu zuckersüß ist, ist der Rest einfach humorvolles Kino, das rundum zufriedenstellt. Hier stimmt fast alles: Story, Komik und vor allem die Schauspieler - allen voran Brenda Blethyn ("Little Voice") als Drogendealerin wider Willen. Die Probleme wie im Film hätte Blethyn in den US-Bundesstaaten Colorado und Washington State übrigens heute nicht mehr. Dort ist wie im südamerikanischen Uruguay der Anbau und der Verkauf von Marihuana inzwischen legalisiert.

Foto: StudioCanal