Nahezu weltweit steht die Stadt Dachau für die Schrecken eines Konzentrationslagers der Nationalsozialisten. Vor der Kulisse der allgegenwärtigen, erdrückenden, lehrreichen Geschichte versucht ein Ort normal zu sein. Aber normal zu sein, scheint gerade hier unmöglich. Und doch gibt es natürlich-schöne Seiten in dieser bayerischen Stadt, die sich im März 2001 erstmals auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin präsentierte.

Filmemacher Bernd Fischer, selbst in Dachau aufgewachsen, stellt den Ort mit dem berüchtigten Namen vor: Er begibt sich auf einen Rundgang durch seine Heimatstadt und hält fest, wie sich hier eine permanente Tragikkomödie abspielt - aufgeführt von Touristen und Einheimischen, von Zeugen der Vergangenheit und deren Erben. Besonders witzig ist dabei sein stets ironischer Unterton. So etwa wenn Vertreter der Stadt bei der Lufthansa nachfragt, ob man ein Flugzeug nicht "Dachau" nennen könne, da es schließlich auch eine "Landshut" gebe, oder wenn Fischer davon berichtet, wie erstaunt ein Kellner in New York reagierte, als er mit einer Kreditkarte zahlte und diese von der Sparkasse in Dachau war: "Ja darf denn ein KZ eine Sparkasse haben?"