Als Kind wurde Erdenmensch Peter Quill in den 1980ern von Außerirdischen entführt. Heute hält sich der junge Kerl für einen der größten Ganoven der Galaxie, der sich in seiner Egomanie auch noch Star-Lord nennt. Als er jedoch eine mysteriöse Kugel stiehlt und diese veräußern will, bekommt er mächtig Ärger.

Ganze Heerscharen von Bösewichtern sind hinter der Kugel her und Peter sieht sich von gnadenlosen Kopfgeldjägern verfolgt. Vor allem Oberschurke Ronan the Accuser will das geheimnisvolle Artefakt mit allen Mitteln an sich bringen, da er damit möglicherweise das gesamte Universum beherrschen könnte.

Als Peter im Knast landet, sieht er nur eine Möglichkeit, dem Schlamassel zu entgehen: Er muss sich mit vier weiteren, äußerst ungleichen Outlaws zusammentun, um das Universum zu retten. Ob der Waffennarr Waschbär Rocket, der Baummensch Groot, die effektive wie rätselhafte Killerin Gamora oder der von Rache angetriebene Drax the Destroyer; sie alle haben ihre Vorteile im Kapf gegen das Böse. Aber leider auch ein paar Nachteile, was die illustre Schar immer wieder in die Bredouille bringt. Doch was nimmt man nicht alles in Kauf, wenn die gesamte Galaxie auf dem Spiel steht ...

Blödsinn, der enorm viel Spaß macht

Eines vorweg: Dieser Streifen und die Geschichte ist völliger Blödsinn, macht aber enormen Spaß. Auch wenn sich einige Anschlussfehler eingeschlichen haben und die Comic-Story auf jegliche Meta-Ebene verzichtet, ist der Unterhaltungswert stets hoch.

Vielleicht waren die Erwartungen an dieses Spektakel äußerst gering, zumal auch die Marvel-Vorlage kaum bekannt ist. Doch was die Macher aus dieser eher typischen Comic-Farce machen, die nicht von ungefähr an die "Star Wars - Episode I: Die dunkle Bedrohung"-Mär erinnert, ist aller Ehren wert: Skurrile Figuren, witzige Dialoge, selbstironische Kommentare (ganz wunderbar etwa der Baummensch und der waffenverrückte Waschbär) und jede Menge Action. Nachhaltig ist "Guardians of the Galaxy" sicherlich nicht, aber optimale Kurzweil.