Es waren einmal zwei waschechte Bayern, die ins preußische Berlin zogen, um dort die Kunst des Kochens zu erlernen. Während Max im "Vau", dem Restaurant von Kolja Kleeberg lernte, zog es Felix ins Restaurant "Margaux" von Michael Hoffmann, wo er ebenfalls seine Kochlehre abschloss. Nach dem Ende der Ausbildung wagten die beiden ein nicht alltägliches Experiment: Sie reisten monatelang nach Asien, um dort neue Kochinspirationen zu entdecken, mit deren Hilfe sie sich in Deutschland selbständig machen wollen ...

Kochen ist in - und das nicht erst, seit zahlreiche Kochshows das deutsche Fernsehen überschwemmen. Doch mit derartigen Shows hat "Guerilla Köche" nichts zu tun, obwohl Dokumentarfilmer Jonas Gernstl die beiden Koch-Weltenbummler auch in ihrer Wahlheimat Berlin mit der Kamera begleitet hat. Viel interessanter sind jedoch die Bilder aus Asien, die der Filmemacher während drei einmonatiger Reisen mit den Koch-Enthusiasten einfing, die während ihrer achtmonatigen Reise acht Länder mit 25 Städten besuchten. Natürlich ließen sie es sich auch dort nicht nehmen, zu kochen. So entstand ein abenteuerlicher wie humvorvoller Spaß mit zwei sympathischen, wenn auch nicht sonderlich originellen Protagonisten, die auf ihre Reise so manche Lektion gelernt haben. Ihr Schaden wird das in Zukunft sicher nicht sein. Allerdings wird "Guerilla Köche" wahrscheinlich nur wahre Koch-Fetischisten ins Kino locken!



Foto: Megaherz