Der Page Stanley arbeitet in einem renommierten Luxushotel in Miami Beach. Stanley spricht nie ein Wort, und deswegen weiß niemand, was - und vor allem wie - er denkt. Stanley gibt stets sein Bestes, doch genau dies führt immer wieder zu chaotischen Missverständnissen. Weil er seine Aufgaben gerne wortwörtlich nimmt, gerät der beflissene Hoteldiener nicht selten in haarsträubende Auseinandersetzungen mit den Tücken der Technik und den Ansprüchen versnobter Gäste. Wer mit dem VW Käfer vorfährt, sollte diesen Pagen nicht dazu auffordern, den Kofferraum auszuräumen. Ansonsten kann es vorkommen, dass der Hotelgast den Motor seines Wagens selbst wieder einbauen muss. Vertritt Stanley den Empfangschef, so ist das Chaos mit den wild durcheinander klingelnden Telefonen programmiert, und unter der dampfenden Bügelmaschine verwandelt sich die Hose eines ahnungslosen Hotelgastes in ein starres Brett ...

Das Regiedebüt des US-Starkomikers Jerry Lewis ist gleichzeitig einer seiner originellsten Filme. Das Werk erinnert stark an die Stummfilmzeit, denn Lewis kreierte hier eine liebenswürdige Figur, deren anarchisches Potenzial die seelenlose Maschinerie eines Grandhotels vergnüglich durcheinander wirbelt. Der Film stützt sich weniger auf eine dramatisch zugespitzte Handlung als vielmehr auf die episodische Abfolge turbulenter Situationen und Gags, die der auch für das Buch verantwortlich zeichnende Komiker sich selbst auf den Leib geschrieben hat. Berühmt geworden ist jene Nummer, in der Jerry Lewis ein unsichtbares Orchester dirigiert. Ebenfalls ein Knüller: die fantastische Traumsequenz.

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