Innerhalb weniger Tage wird der Polizist Nishi von zwei Schicksalsschlägen getroffen. Er erfährt, dass seine Frau todkrank ist, und sein Partner wird zum Krüppel geschossen. Nishi ist es leid, er steigt aus. Bei einem Banküberfall verschafft er sich genug Geld, um mit seiner Frau einen letzten Urlaub zu verbringen und den gelähmten Freund zu unterstützen. Doch mit der Ruhe ist Essig: Yakuza-Gangster, denen er Geld schuldet, sind ihm ebenso auf den Fersen wie seine alten Kollegen ...

Takeshi Kitanos Kriminalmelodram mit Thriller-Elementen ist ein Film gegen jeden weichgespülten Publikumsgeschmack. Über weite Strecken entwickelt sich die Handlung außerordentlich langsam; mit schon meditativer Ruhe beobachtet Kitano seine Figuren zum Beispiel beim Malen. Dazwischen gibt es immer wieder Gewaltausbrüche von extremer Intensität (ins Auge gerammte Ess-Stäbchen usw.), die in diesem ruhigen Umfeld um so explosionsartiger und schockierender wirken. Kitanos formal brillantes Portrait eines müden Mannes, der einfach nur in Ruhe gelassen werden will, wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit einem verdienten Goldenen Löwen ausgezeichnet und begründete Kitanos internationalen Ruhm.

Foto: Kinowelt