Die Frauen-Fußballnationalmannschaft von Nordkorea gilt als eines der besten Teams Asiens, was sie mit den Goldmedaillen bei den Asienmeisterschaften 2001 und 2003 eindrucksvoll bewies. Kaum zu glauben, dass in dem totalitär gelenkten Staat von Kim Yong Il, der ein Frauenbild propagiert, das von früher Heirat und Kindern geprägt ist, Frauen eine derart exponierte Stellung einnehmen dürfen, die noch dazu mit Reisefreiheit und besonderen Zuwendungen verknüpft ist. Ri Jong Hi, Ra Mi Ae, Jin Pyol Hi und Ri Hyang Ok, alle aus Pjöngjang in Nordkorea, gehörten viele Jahre zu dem erfolgreichen Team, doch nach der misslungenen Qualifikation für die Olympischen Spiele in Athen 2004 wurden sie entlassen und kehrten in ihr "normales" Leben zurück.

Sieben Jahre lang haben die Filmemacherinnen Brigitte Weich und Karin Macher ihre vier Protagonistinnen begleitet, zeigen sie bei Spielen und im Training, dokumentieren den Aufstieg der nordkoreanischen Nationalmannschaft zu einem der zehn besten Frauenteams der Welt. Dabei wird deutlich, dass der Fußball die Frauen zwar zu Superstars im eigenen Land machte, sie sich auf Auslandsreisen oft ideologischen Auseinandersetzungen stellen mussten. Auch nach dem Ende ihrer Karrieren hat das Regieduo die Frauen, die sich einst fast täglich sahen, weiter begleitet. Heute sehen sich die Frauen eher selten, doch wenn sie doch noch einmal etwas gemeinsam unternehmen, plaudern sie über ihre Erinnerungen und den Alltag ohne den geliebten Sport. Daneben zeigt "Hana, Dul, Sed" aber auch das weitgehend unbekannte alltägliche Leben in dem hermetisch von der Außenwelt abgeriegelten kommunistischen Staat - mit all den imposanten Monumenten, pathetischen Gesten und seinem bizarren Führerkult.



Foto: RealFiction