Während des Zweiten Weltkriegs erlebt der 10-jährige Hannibal Lecter in seiner litauischen Heimat Furchtbares: Zunächst muss er mit ansehen, wie seine Eltern durch einen Bombenangriff der Nazis getötet werden, dann gerät er mit seiner kleineren Schwester in die Hände von marodierenden Söldnern. Diese begegnen ihrem Hunger, indem sie Hannibals Schwester töten und verspeisen. Als Hannibal schließlich bei der Ankunft der Russen freikommt, landet er in einem Kinderheim und findet als Erwachsener Zuflucht bei seiner Tante in Paris. Als Medizinstudent begegnet er schließlich einem jener Männer wieder, die einst die Schwester aßen. Damit beginnt ein Rachefeldzug, mit dem Hannibal seinen Albträumen begegnen will...

Hannibal-Lecter-Erfinder Thomas Harris liefert hier erstmals auch selbst das Drehbuch (der Roman erschien parallel zum Film). Geschildert wird die Schaffung eines menschlichen Monsters, für die Regisseur Peter Webber ("Das Mädchen mit dem Perlenohrring") passende Bilder fand, die nicht so abgeschmackt daher kommen wie es etwa bei Ridley Scotts "Hannibal" der Fall war. So reiht sich dieser Lecter-Streifen nahtlos in die besseren Werke wie "Blutmond", "Das Schweigen der Lämmer" und "Roter Drache" ein.

Foto: Tobis