Komponist und Musiklehrer Dong-sik hat mit seiner Frau und den beiden Kindern ein größeres Haus bezogen. Um seine erneut schwangere Ehefrau zu entlasten, verpflichtet er eine junge Fabrikarbeiterin als Hausmädchen. Doch dieses legt schon bald ein doppeldeutiges Verhalten an den Tag, es spioniert dem Hausherren hinterher, erschreckt die Kinder der Familie oder fängt Ratten mit der Hand. Doch dies ist erst der Auftakt zu weiteren dramatischen Verwicklungen, die in einen Abwärtsstrudel aus Manipulation, Obsession, Schuld und Moral münden ...

Regisseur Kim Ki-young drehte diesen faszinierenden und virtuos in Szene gesetzten Klassiker, der als einer der besten koreanischen Filme aller Zeiten gilt und der 2008 vom Korean Film Archive mit Unterstützung der von Martin Scorsese ins Leben gerufenen World Cinema Foundation aufwändig restauriert wurde. Der Regisseur zeigt höchst grausam das verhängnisvolle Eingreifen einer jungen, desorientierten und sozial isolierten Frau (stark: Lee Eun-shim) in die heile Welt einer intakten Familie. 50 Jahre später drehte der Südkoreaner Im Sang-Soo ein ebenfalls sehenswertes Das Hausmädchen.

Foto: © World Cinema Foundation