Hauptakteurin Camille Cottin reist in der Rolle der "connasse", durch die sie im Jahr 2013 in französischen Sketchshows bekannt wurde, nach Großbritannien. Der Hintergrund? Ein Mann muss her!

Es darf aber nicht irgendeiner sein, denn Camille hat ihr Leben in der Mittelschicht satt. Ein reicher Ehemann wäre die einfachste Lösung für dieses Problem. In England sticht da natürlich besonders einer hervor, der mit seiner früheren Party-Mentalität auch noch perfekt zu der heiratswütigen Französin zu passen scheint: Prinz Harry.

Aber ob sie sich diesen so einfach angeln kann?

Eine Frage des Geschmacks

"Harry Me!" von Regisseurin und Ko-Drehbuchautorin Eloïse Lang dürfte es hierzulande schwer haben. Zwar erweist sich der Film in seinem Heimatland als voller Erfolg, der bereits eine Million Zuschauer anlockte, aber dort gehört die Komikerin Cottin bereits zur Popkultur, während sie in Deutschland noch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt ist.

Lang stellt sich in ihrem Projekt der schwierigen Aufgabe, ein kurzes, knackiges und vielleicht gerade deshalb amüsantes Format auf eine volle Spielfilmlänge auszudehnen - und das laut eigenen Angaben nur mithilfe versteckter Kameras.

Der "Hollywood Reporter" kritisierte, dass ihr dies nur teilweise gelungen sei. Stattdessen bekommt der Zuschauer eine Reihe von Szenen vorgesetzt, in der Cottin nichts ahnende Menschen in zumeist unlustige Situationen einbezieht oder das Klischee der selbstverliebten Pariserin mit Hang zur Magersucht unnötig unterstreicht.