Das Leben des jungen Alexander Marquardt (hier: Hanno Koffler) ist geprägt von Gewalt und Hass. Er wird von seinem Vater gequält und geschlagen. Auch bei seiner Mutter (Katy Karrenbauer) findet der Junge keinen Trost und wird sogar von ihr vergewaltigt.

Die Vehemenz der Gewalt brennt sich in den Kopf des schutzbedürftigen Kindes ein, das sich fortan selbst nur durch Aggressivität zu helfen weiß. Diese Kaltblütigkeit verschafft Marquardt später ein neues Tätigkeitsfeld: Er wird Zuhälter.

Regiment zwischen Prostituierten, Drogen und Gewalt

Mit eiserner Hand geht er auf "seine" Frauen und seine Widersacher los, was ihm jede Menge Geld und Respekt verschafft. Er führt ein brutales Regiment zwischen Prostituierten, Drogen und Gewalt, das ihn eines Tages ins Gefängnis bringt.

Und obwohl auch dort das Recht des Stärkeren gilt, schafft es Marquardt mit der Hilfe seiner langjährigen Freundin und Angestellten Marion (Luise Heyer) sowie therapeutischer Behandlung, der Gewalt abzuschwören. Seine Emotionen kanalisiert er von nun an im Kampfsport und bietet Jugendlichen seine Hilfe an, die Spirale der Gewalt wieder zu verlassen.

Mit gutem Beispiel voran

Der Film verarbeitet die 2006 erschienene, gleichnamige Biografie "Hass" von Alexander Marquardt. Dabei wird auf verstörend direkte Weise physische und psychische Gewalt in schwarzweißen Bildern präsentiert, die dem Zuschauer den Atem stocken lassen.

So bleibt nicht viel Raum, sich an den charmanten Westberlin-Bildern der 80er-Jahre zu erfreuen, die von der brutalen Härte des Zuhälters Marquardt immer wieder zerrissen werden. Dabei bleibt es dank des Wissens um den guten Ausgang der Geschichte den gesamten Film über spannend.   

Der ehemalige Lude, der auch selbst im Film mitspielt, entwickelte sogar seinen eigenen Kampfstil, den er heute in einer Schule an Kinder weitergibt, mit der er sich für Gewaltprävention und Aggressionstraining einsetzt.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Härte":