Rosa und Ailie sind Schwestern wie sie kaum unterschiedlicher sein könnten. Während sich die unsichere Rosa ihrem Namen verpflichtet fühlt - sie wurde nach der Sozialistin Rosa Luxemburg benannt - und die Welt zum Besseren verändern möchte, genießt die stylish aufgemotzte Ailie das Leben in vollen Zügen. Nach dem Tod des Vaters gehen die Schwestern nach Kuba, weil die Liebe der Eltern hier einst beim Aufbau des Sozialismus ihren Anfang nahm. Hier will man die Asche des Vaters verstreuen. Zu diesem Zweck landen die Schwestern gemeinsam mit ihrem schottischen Kumpel Conway auf Kuba und werden bald in ungeahnte Abenteuer verwickelt. Während sich Rosa auf einen Betrüger einlässt, will Ailie offenbar nicht wahr haben, dass Conway ihr gut tun würde ...

Regisseur John Roberts hat in der Vergangenheit nicht gerade mit Meisterwerken auf sich aufmerksam gemacht. So wundert es nicht, dass auch dieser Versuch, sich auf die Spuren des Sozialkinos eines Ken Loach zu begeben nur ansatzweise gelungen ist. Zwischen Revolutionsromantik und Folklore und politischer Ernüchterung erzählt er hier die Geschichte zweier ungleicher Schwestern und deren Versuche, mit dem Leben zurecht zu kommen. Einige Momente sind durchaus gelungen, andere hingegen strotzen nur so vor Klischees und schlechtem Timing. So weit es ging versuchten die Hauptdarstellerinnen ihren dünnen und oberflächlichen Charakteren halbwegs Leben einzuflößen.



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