Gerade stellen die Freunde Ruy und Tito ein Konzert ihrer Band "Habana Blues" auf die Beine, da ergibt sich sogar die Möglichkeit, eine CD einzuspielen. Doch Ruy ist nicht nur ein stets kritischer Texter, er will auch keinerlei Kompromisse mit der US-amerikanischen Firma eingehen und seine Kunst der kommerziellen Ausbeutung preisgeben. Dass sie Tito ganz anderes. So kommt es zwischen den Freunden unvermeidlich zu Spannungen. Obwohl das Konzert ein toller Erfolg wird, trennt sich der gemeinsame Weg der Freunde. Während Tito sein Heil in Spanien sucht, bleibt Ruy auf Kuba.

Vor allem dank der starken Latin-Nummern und dem Background der kubanischen Musikszene gewinnt diese dramatische Story um das Ende einer Freundschaft an Glaubwürdigkeit. Ohne unnötige Längen schreitet der Verlauf schnell voran, treibt die Handlung fast im Rhythmus der Musik auf das unvermeidbare Ende zu. Derweil durchstreift die Kamera allzu gerne die Altstadt von Havanna, verweilt ihren fast schon touristisch-dokumentarischen Blick auf anschauliche historische Gebäude. Eine gelungene Mischung!

Foto: Arsenal