Zsuzsi und Sàndor Barabássy sind gut integrierte Ausländer in Stuttgart. Beide haben Erfolg im Beruf, mit den Kindern wird Deutsch gesprochen, das neue Haus wurde gerade bezogen. Noch ist es ungemütlich, den Räumen fehlt die Seele. Im Bett läuft schon lange nichts mehr. Sàndors Träume sind zu groß und zu materialistisch, Zsuzsis Sehnsucht zu unbestimmt, als dass sie befriedigt werden könnte. Zum Glück weiß Zsuzsis Mutter im fernen Budapest nichts davon. Sie telefoniert häufig mit ihr - die einzige Gelegenheit, sich in ihrer Muttersprache auszutauschen. Das ändert sich, als Zsuzsis alte Freundin Rita überraschend mit ihrem Freund Istvan auftaucht, um eine Dokumentation über Ungarn im Ausland zu drehen ...

Die aus dem rumänischen Transsylvannien stammende Regisseurin Réka Kincses, Absolventin der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, legt mit dieser mal melancholischen, mal heiteren Tragikomödie ihren Abschluss-Film vor. Kincses, die in ihrem Heimatland zur ungarischen Minderheit gehört, verarbeitete so universelle Themen wie Liebe, Sehnsucht, Sex und Glück zu einem mit Laien-Darstellern besetzten, ruhig inszenierten Reigen, der zeitweise mehr Schwung verdient hätte.

Foto: ZDF/Adrian Stähli