Der junge Genfer Kaufmann Henry Dunant will für die geplagte Bevölkerung in Algerien einen Staudamm bauen lassen. Er reist nach Frankreich, um direkt bei Kaiser Napoléon III. zu intervenieren. Da der Kaiser in Norditalien Krieg gegen die Österreicher führt, folgt Dunant den kämpfenden Truppen. In der Nähe des Städtchens Solferino gerät er unvermittelt auf ein Schlachtfeld und erlebt unter Schock, wie tausende verwundeter Soldaten beider Lager hilflos zurückgelassen werden. Er vergisst seine Pläne und versucht - gemeinsam mit dem Genfer Arzt Louis Appia - so viele Verletzte wie möglich zu bergen und sie in Kirchen und Schulen zu betreuen. Dabei macht er keinen Unterschied zwischen Freund und Feind, im Gegenteil: Mit dem Satz "Wir sind alle Brüder" erobert er die Herzen und gewinnt die Mithilfe der italienischen Einwohner...

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit. Henry Dunant (1828-1910) gründete 1863 das unter dem Namen "Internationales Komitee vom Roten Kreuz" bekannt gewordene Hilfswerk für Verwundete. 1901 erhielt er gemeinsam mit dem Pazifisten Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis. Regisseur Dominique Othenin-Girard ("Adrenalin" "Florian - Liebe aus ganzem Herzen", "Der Todestunnel - Nur die Wahrheit zählt"), der hier ein altes Wunschprojekt verwirklichen konnte, gelingt es in einem packenden Bilderbogen, die frappierende Tatkraft der Ausnahmeerscheinung des ersten Friedensnobelpreisträgers zum Leben zu erwecken. In der Rolle des Dunant glänzt der hierzulande nahezu unbekannte Schweizer Thomas Jouannet.