In naher Zukunft verdient Theodore Twombly seinen Lebensunterhalt damit, für andere Leute persönliche Briefe zu formulieren und damit das Glück seiner Auftraggeber zu forcieren. Theodore selbst jedoch ist nach der Scheidung von seiner Frau Catherine totunglücklich. Zum Trost kauft sich der Computerfreak ein neues Betriebssystem, das mit artifizieller Intelligenz ausgestattet ist. Von der weiblichen Stimme des Computer ist er bald derart angetan, dass er sich in diese verliebt. Als die charmante Samantha, so hat Theodore die Stimme genannt, mehr und mehr Eigenleben und Gefühle entwickelt, wird das Ganze immer heikler ...

Zugegeben: Diese seltsame Sciencefiction-Romanze von Spike Jonze ("Adaptation", "Being John Malkovich") hat durchaus interessante Ideen und entwirft ein vorstellbares Szenario. Doch leider hat der Film auch ein Riesenmanko: Während man die sexy Stimme von Scarlett Johansson (bzw. dessen ebenso aparter Synchronisation) nur hört, muss man die ganze Zeit das Gesicht von Joaquin Phoenix und dessen Genuschel ertragen. Das Dauergelabber ist bei der Länge des Films ziemlich anstrengend und kann schnell nervig werden. Da sind andere Werke über artifizielle Intelligenz durchaus packender. Dennoch erhielt Spike Jonze für sein Drehbuch einen Oscar.



Foto: Warner