Die Buchhändlerin Isabelle will ihre allein stehende Freundin Magali verkuppeln und prüft gleich selbst den ahnungslosen Vertreter Gérald, der sich auf ein Inserat gemeldet hat. Doch Rosine, die Freundin von Magalis Sohn Léo, kommt auf dieselbe Idee und will Magali mit ihrem Ex-Geliebten, dem Philosophie-Lehrer Etienne verbandeln. Die burschikose, aber schüchterne Winzerin Magali fällt aus allen Wolken, als sie den beiden auf Isabelles Party "zufällig" begegnet.

Eric Rohmer inszenierte eine faszinierende Beziehungskomödie über den hinterlistigen Charme der Freundschaft und den Zufall der Liebe. Mit dieser Geschichte aus dem so genannten "Herbst des Lebens" vollendete Rohmer 1998 seinen filmischen Zyklus "Vier Jahreszeiten", der 1989 mit der "Frühlingserzählung" begann, gefolgt vom "Wintermärchen" (1991) und dem "Sommer" (1996). Mit abgeklärter Gelassenheit, feiner Ironie, Präzision und Eleganz beobachtet der Regisseur erneut die ironischen Launen der Liebe und hört augenzwinkernd den scheinbar so wissenden Reden seiner Charaktere zu, die aber noch nicht einmal ihre eigenen Gefühle ganz verstehen.

Foto: Kinowelt