Der 82-jährige Däne Jørgen Laursen Vig hatte Zeit seines Lebens den Traum, in seinem Schloss ein Kloster zu errichten. Umso überraschter reagiert der ehemalige Gemeindepfarrer und Bibliothekar, als er die Nachricht erhält, dass ihm der Patriarchat von Moskau eine Gruppe russisch-orthodoxer Nonnen ins Haus sendet, um die Eignung des Gebäudes für den Orden zu prüfen. Der Lebenstraum des alten Mannes könnte wahr werden, doch schon bei den Vorbereitungen zum Besuch der frommen Frauen wird Herr Vig nervös. Und tatsächlich, schon bald stellen sich erste Schwierigkeiten ein, besonders die aufgeweckte und durchsetzungsstarke Schwester Amvrosyna macht dem alten Mann einiges Kopfzerbrechen...

Die Geschichte der Annäherung zweier ganz und gar unterschiedlicher Menschen hat die dänische Regisseurin Pernille Rose Grønkjær behutsam und mit einem warmherzigen Blick in Szene gesetzt. Beide Protagonisten werden niemals der Lächerlichkeit preisgegeben, sondern immer in ihrer Verschrobenheit respektiert. Herrn Vig, der Menschen sonst mied, vermag sie intime und offene Aussagen zu entlocken, die er sonst wohl selten preisgab. Jørgen Laursen Vig starb Weihnachten 2006, ihm ist dieser Film gewidmet.

Foto: Salzgeber