Die Brüder Bo und Prosper sind zwei Waisenkinder, die derzeit bei Onkel und Tante leben, von diesen aber getrennt werden sollen. Deshalb flüchten sie nach Venedig, jene Stadt, in der ihre Mutter gern gelebt hätte. Dort angekommen treffen sie auf den 15-jährigen Scipio, der ihnen in einem alten Lichtspieltheater Unterschlupf gewährt. Scipio ist der Boss einer jugendlichen Diebesbande, bei der die Brüder sich schnell wohl fühlen. Doch das Glück wird schnell in Form eines Privatdetektivs getrübt. Der soll für Tante und Onkel die Kinder ausfindig machen...

Diese erste Verfilmung eines Kinderbuch-Bestsellers von Cornelia Funke enttäuscht auf ganzer Linie. Schlechte Kinderdarsteller, eine hölzerne Synchronisation mit gestelzten Dialogen und eine uninspirierte, einfallslose Regie sorgen für Missmut. Wie man die tolle Kulisse Venedigs derart langweilig fotografieren kann, bleibt wohl ein Geheimnis. Nicht mal ein Postkartenmotiv gibt es hier zu sehen. Gefilmt wurde bei schlechtem Licht, mit in die Kamera glotzenden Passanten. Darüber hinaus ist alles derart vorhersehbar, dass sich zum Missmut noch Langeweile einstellt. Schade! Da nützt auch die Grande Dame Vanessa Redgrave nichts!

Foto: Warner