Im Jahr 1766 wird der deutsche Arzt Dr. Friedrich Struensee an den dänischen Hof geholt. Der blutjunge König Christian ist seit Langem gemütskrank, und Struensee gilt als Experte auf dem Gebiet der Nervenleiden. Schon bald gewinnt er das Vertrauen des gequälten jungen Mannes. In einer dunklen Welt voller Ängste, allein gelassen von gleichgültigen Hofschranzen, von seiner Dienerschaft verachtet, von seiner jungen Frau schon in der Hochzeitsnacht verstoßen und von Macht hungrigen Ministern umgeben, wird Struensee zu seinem einzigen Halt, zu seinem Freund und schließlich zu seinem politischen Berater ...

Ein aufwändig in Szene gesetzter, aber im Kino seinerzeit nicht sonderlich erfolgreicher Mix aus Historienfilm und Liebesdrama von Harald Braun nach dem Drehbuch von Odo Krohmann und Gerhard Menzel, die hier den Roman "Der Favorit der Königin" (1953) des österreichischen Schriftstellers und Publizisten Robert Neumann (1897-1975) verarbeiteten. An der Seite des jungen Horst Buchholz, der im gleichen Jahr mit "Die Halbstarken" (1956) sein Image als rebellischer Teenie prägte, und O. W. Fischer, der Star des deutschen Nachkriegskönigs, ist die französische Charakterdarstellerin Odile Versois ("Der Schatz der Suleika", "Cartouche, der Bandit", "Der Haudegen") in der Rolle der jungen Königin zu bewundern. Die 1930 in Paris als Katiana de Poliakoff-Baidaroff geborene Darstellerin starb im Juni 1980 im Alter von nur 50 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

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