Der 15-jährige Laurent wächst in den Fünfzigerjahren in der französischen Provinz auf. Vom Vater unverstanden, entwickelt er eine immer inniger werdende Beziehung zu seiner Mutter Clara. Die 35-jährige temperamentvolle Italienerin passt so gar nicht in die provinzielle Enge der Gegend. Zwischen Mutter und Sohn gibt es bald keine psychischen Barrieren mehr. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit übersteigt alles, was sie mit anderen Menschen teilen...

Ein einfühlsam inszeniertes Drama mit überzeugenden Schauspielern von Louis Malle, der das brisante Thema Inzest mit aller Behutsamkeit behandelt. Malle verwahrte sich dagegen, dass die Liebe zwischen Sohn und Mutter etwas anderes sei, als eine ungebrochene, natürliche Geste der Liebe: "Die mütterliche Liebe und die Liebe schlechthin sind praktisch dasselbe."

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