Der 20-jährige Marco hat schon zahlreiche Diebstähle hinter sich und ist gerade auf Bewährung draußen. Das Klauen will er trotzdem nicht lassen. Lieber geht er das Risiko ein, erwischt zu werden, als "den Tussis Shrimps und Schampus" zu servieren wie sein Bruder Ralf, der einen superschicken Szene-Imbiss betreibt. Und Marco zögert nicht, zum Messer zu greifen, wenn sich ihm jemand dabei in den Weg stellt. Also steht er bald wieder vor Gericht. Ein eifriger Anwalt, der nur sein Bestes will, kann erreichen, dass er zur Feststellung seiner Schuldfähigkeit in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Aber das ist für Marco schlimmer als Knast. Aggressiv und verschlossen verweigert er jede Zusammenarbeit mit den Ärzten und Therapeuten. Er will nicht als Verrückter behandelt werden, sondern nur eins: raus. Und plötzlich ist da Isa, die sich zu diesem seltsamen wilden Jungen hingezogen fühlt. Beim nächsten Besuch bringt sie Marco eine Plastikpistole. Die schießt mit bunten Farbkugeln und sieht verdammt echt aus. Damit gelingt die Flucht aus der Psychiatrie...

Regisseur Hanno Brühl drehte mit dieser Geschichte über einen Jungen, der aus dem Teufelskreis der Kriminalität ausbrechen will, eine gelungen Gratwanderung zwischen Jugend-Krimi und dramatischer Love-Story. Hanno Brühl fiel bereits vorher mit Werken wie "Kahlschlag" (1993), "Ausgerastet" (1996) und "Hin und weg" (1999) auf.