Ein heißer Sommer im Wiesbachtal. Die kleine Welt des Simon Polt kommt in Bewegung. Er erwirbt einen alten Weinkeller, erleidet Schmerzen der Eifersucht, weil sich seine geliebte Karin allzu aufopfernd um einen ehemaligen Kollegen zu kümmern scheint, schwebt im siebenten Himmel, als er sie dann doch in seinen Armen hält. Aber es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Beim Anblick einer illustren Tafelrunde im Pfarrhaus erstarrt die Pfarrersköchin vor Schreck. Wortlos gießt sie die Suppe einem prominenten Gourmetkritiker über den Kopf. Andern Tags wird sie tot aufgefunden. Der Tat verdächtig sind auch der Pfarrer und sein Mesner. Polt ist gezwungen in menschliche Abgründe zu blicken, um einmal mehr einzusehen, dass die Frage nach der Schuld nicht nur eine Antwort zulässt.

Von 1998 bis 2003 veröffentlichte der österreichische Schriftsteller Alfred Komarek vier Romane um den Gendarmerie-Inspektor Simon Polt aus Brunndorf, der mit Leib und Seele der Landschaft und den Menschen im Weinviertel verbunden ist. Von Erwin Steinhauer in der Hauptrolle überzeugend verkörpert, inszenierte Regisseur Julian Pösler nach "Polt muss weinen" und "Blumen für Polt" auch diesen dritten Teil der Reihe. 2003 folgte mit "Polterabend" der vierte Fall. Und möglicherweise wird irgendwann auch der 2009 erschienene Krimi "Polt" verfilmt.