Auf dem Weg von der Disco nach Hause kommt der Wagen des 18-jährigen Robert Rutzmoser, genannt "Baba", von der Fahrbahn ab und überschlägt sich. Ein Mädchen stirbt, Baba selbst überlebt mit schwersten Kopfverletzungen. Nach drei Monaten Aufenthalt in einer Reha-Klinik hat sich sein Zustand gebessert, zurück bleiben eine Amnesie und eine deutliche Behinderung. Diese ist neben der Schuld, die man Baba am Tod der jungen Nachbarin gibt, die größte Erschwernis für seine Wiedereingliederung in den kleinen niederbayerischen Ort Gotteszell, wo er mit seinen Eltern und einer jüngeren Schwester lebt. Aber Baba soll Hilfe bekommen - von der jungen Neuropsychologin Julie Stiller. Baba ist einer Frau wie Julie noch nie begegnet: so offen und weltgewandt, so klug und zugleich natürlich. Er verliebt sich rettungslos. Derweil kann sich Julie nicht zwischen Künstler Max und Anwalt Roland entscheiden ...

Regisseur Torsten C. Fischer ("Der Briefbomber") hat diese Story zwar mit recht dick aufgetragener Tragik versehen, mildert das Ganze aber durch eine gute Prise Humor. So wirkt die Geschichte um Schuld und Liebe dank der guten Darsteller nicht nur glaubwürdig, sondern durch viele Skurrilitäten, groteske Abschweifungen und überraschende Wendungen weiß hier der Zuschauer endlich einmal nicht, voran er eigentlich ist. Ein Highlight, wie man es heutzutage leider nur selten zu sehen bekommt!

Foto: ZDF/Erika Hauri