Von der Wiener Kunsthochschule abgewiesen und im Ersten Weltkrieg mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, schließt sich der fanatische Patriot Adolf Hitler der Deutschen Arbeiterpartei an und wird bald darauf zu ihrem Vorsitzenden. Dank seines Redetalentes findet er bald zahlreiche Anhänger darunter auch sehr Einflussreiche wie etwa Hermann Göring, den hochdekorierten Komandanten des berühmten Richthofen-Geschwaders. Doch der Weg zur Macht ist weit und steinig...

Bereits 2003 inszenierte Christian Duguay ("Jeanne d'Arc - Die Frau des Jahrtausends") diesen aufwändig produzierten TV-Zweiteiler um den Aufstieg von Adolf Hitler - fast zeitgleich mit Oliver Hirschbiegels ambitioniertem Drama "Der Untergang" mit Bruno Ganz in der Rolle des größtenwahnsinnigen Diktators. In der Rolle des Massenmörders überzeugt hier Robert Carlyle, der zwar manchmal ein wenig zu laut spricht und eher an "Sparks"-Mitglied Ron Mael erinnert, aber seiner Rolle den eigenen darstellerischen Stempel aufdrückt. Mit den historischen Fakten nimmt es Duguay nicht besonders genau, so fehlt die allgemeine Vorgeschichte, die zum Erstarken extremer Parteien in der Weimarer Republik führte. Und dass Hitler seinen Parteikumpan und SA-Führer Ernst Röhm 1933 mit vorgehaltener Pistole eigenhändig ins Gefängnis wirft, nehmen wir einfach mal als dramaturgische Freiheit der Drehbuchautoren hin.