Eine Hochzeit im großbürgerlichen Milieu Luxemburgs. Catherine, die einzige Tochter eines reichen Industriellen, hat Christian geheiratet. Er stammt aus ärmlichen Verhältnissen, ist Halbwaise und wird von seiner geldgierigen Mutter beherrscht. In der Hochzeit ihres Sohnes sieht diese Frau vor allem eine Gelegenheit, sich zu bereichern; sie lässt eine gefälschte Lebensversicherung auf ihre Schwiegertochter zugunsten Christians ausstellen. Was Catherine und Christian miteinander verbindet, ist weniger Liebe als ein gemeinsames Problem: die beiden sind drogenabhängig...

Der luxemburgische Regisseur Pol Cruchten, Jahrgang 1963, taucht hier in das großbürgerliche Milieu seines Landes ein und zeigt ein entlarvendes Bild. Cruchten studierte in Paris, 1987 entstand sein erster Kurzfilm und 1989 eine Dokumentation. "Hochzeitsnacht" war sein erster langer Spielfilm. Obwohl er im Dialekt gedreht wurde, gewann das Werk in Saarbrücken den Max-Ophüls-Preis als bester deutschsprachiger Nachwuchsfilm.