Die junge Honey Daniels lebt in der Welt des Tanzes, nichts fasziniert sie mehr. Tagsüber gibt sie den Kindern in der Nachbarschaft Hip-Hop-Unterricht, nachts arbeitet sie in einer Bar. Nach Schichtende kann sie es kaum erwarten auf die Tanzfläche zu kommen. Dort kann sie Training mit Leidenschaft verbinden und ihr Talent bleibt nicht unbeachtet. Als sie die Chance erhält, ihre Künste vorzuführen, greift sie beherzt zu. Und tatsächlich, ihr Traum wird Realität: Ein Regisseur hat sie beim Tanzen beobachtet und bietet ihr an, als Background-Tänzerin in einem Musikvideo mitzuwirken. Endlich kann sie ihr wahres Können zeigen. Honey erarbeitet Choreografien für einige der heißesten Hip-Hop- und R&B-Nummern der Szene und kann ihr Glück kaum fassen. Doch so schnell wie der Traum Wirklichkeit wurde, zerplatzt er auch wieder ...

"Honey" ist das Kino-Regiedebüt von Bille Woodruff, der zuvor Musikvideos für Usher, Britney Spears und Toni Braxton inszenierte. Man sollte meinen, dass dies eine gute Voraussetzung für sein von Musik und Tanz geprägtes Drama ist, konnte er doch auch Musiker wie Missy Elliott, Ginuwine, 3rd Storee, Shawn Desman und Tweet zu Gastauftritten überreden. Doch weit gefehlt, zu platt kommt die Story daher, man scheint alles schon einmal in anderen Tanzfilmen gesehen zu haben und oft hat der Zuschauer den Eindruck, das Ganze ist nur ein Musik-Vermarktungsvehikel für Produzent und Hip-Hop-Mogul Andre Harrell. Zwar spielt der wunderschön anzusehende "Dark Angel"-Star Jessica Alba mit großem Engagement die dunkelhäutige Schönheit, die sich aufmacht, ihren Traum zu verwirklichen, und auch Superstar Lil' Romeo verleiht seiner Rolle des Benny Authentizität, aber retten kann das den Film nicht.

Foto: Universal