In der chilenischen Provinz fristet eine Familie ein eher karges bis ärmliches Dasein. Während die Großmutter an der Landstraße den selbst gemachten Käse an den Mann zu bringen versucht, muss die Tochter ihren kurzen Traum von etwas Luxus in Form eines bunten Kleides schnell wieder aufgeben und das Kleid in den Laden zurückbringen, damit sie den Strom bezahlen kann. Ihr Sohn wiederum lenkt sich mit Videospielen vom tristen Dasein ab, während der Opa den ganzen Tag allein auf dem Feld schuftet ...

Eine Familie wie aus dem richtigen Leben, Provinztristesse à la Chile und die immer bedrohlicher heranziehende Globalisierung sind Themen dieses ruhig erzählten Familienporträts von Alejandro Fernández Almendras. Doch die geschilderte Alltagsbeschreibung bleibt zu weit weg, um tatsächlich zu berühren. Auch der Exotik-Bonus hält sich in Grenzen und so langweilt sich der Zuschauer trotz der sympathischen Figuren (allesamt Laiendarsteller) recht schnell.



Foto: Kairos