Im Manhattan der Drei0igerjahre boomt die Theaterbranche rund um den Broadway. Unumstrittener Star dieser Zeit ist Regisseur und Schauspieler Orson Welles, der gerade im Mercury Theatre ein Neu-Interpretation von Shakespeares "Julius Caesar" einprobt. Der junge Möchtegern-Schauspieler Richard träumt von einer großen Theater-Karriere und kann durch Zufall eine kleine Rolle ergattern. Doch der schillernde Glanz der Theaterwelt verblasst schnell angesichts des harten Probenalltags und der Launen des genialen wie herrischen Welles ...

Die hier erzählte Geschichte nach dem Bestseller von Robert Kaplow könnte sich seinerzeit durchaus ähnlich abgespielt haben. Doch Regisseur Richard Linklater verlegte sich zu sehr darauf, ein stimmiges Zeitbild abzuliefern. Darüber hat er offenbar vergessen, eine packende Geschichte zu erzählen. So ist das Gezeigte zwar durchaus interessant (die Wiederauferstehung des Phänomens Welles als Allround-Genie), plätschert aber zeitweise arg lähmend vor sich hin, so dass sich der Zuschauer nur an Dekor und Kostümen erfreuen kann. Vom Theateralltag zwischen Neid, Missgunst und Konkurrenzkampf wird hier zu wenig gezeigt. Stark allerdings: Christian McKay als Orson Welles.



Foto: farbfilm

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